"Das Gefühl, das du nach außen trägst, ist wahr, ist gültig.
Und ich erkenne es an."
Naomi Feil, die ihren Master für Sozialarbeit an der Columbia Universität erwarb, entwickelte 1963 die Validationsmethode, die gegenwärtig als eine auf den neuesten Erkenntnissen beruhende Kommunikationsmethode zur Begleitung von alten Menschen mit Alzheimer oder verwandten Krankheiten weltweit anerkannt ist.
Validation ist eine einfühlsame Kommunikationsmethode, die von der US-amerikanischen Gerontologin Naomi Feil entwickelt wurde. Sie zielt darauf ab, Menschen mit Demenz in ihrer eigenen Realität abzuholen, ihre Gefühle und Wahrnehmungen wertzuschätzen und ihnen so Sicherheit und Würde zu vermitteln.
Akzeptanz: Die individuelle Realität und die geäußerten Gefühle der Betroffenen werden ohne Bewertung angenommen.
Empathie: Einfühlendes Verstehen der emotionalen Welt des Gegenübers, um eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.
Respekt: Wahrung der Würde des Menschen, unabhängig von seinem Verhalten oder seinen Äußerungen.
Validation kann sowohl von professionellen Pflege- und Betreuungskräften als auch von An- und Zugehörigen angewendet werden.
Durch gezielte verbale und nonverbale Techniken verbunden mit einer respektvollen, empathischen Grundhaltung wird versucht, die zugrunde liegenden Bedürfnisse und Emotionen zu erkennen und anzusprechen.
Dies erfordert Verständnis für die Methode und Übung.
Verbesserte Kommunikation: Durch das Eintauchen in die Welt der Betroffenen wird ein authentischer verbaler und nonverbaler Dialog ermöglicht.
Reduzierung von Stress und Angst: Das Gefühl, verstanden und akzeptiert zu werden, kann schmerzhafte Emotionen mindern und das Wohlbefinden steigern.
Stärkung des Selbstwertgefühls: Die Anerkennung der eigenen Realität fördert das Gefühl von Wertschätzung und Würde.
Unter dem Menüpunkt Literaturempfehlungen habe ich eine kleine Auswahl an Büchern bzw. Hörbüchern von Naomi Feil zusammengestellt.
